UK hat neues Zollanmeldesystem

Getreadyforbrexit –Seit dem 1. Oktober 2022 hat das Vereinigte Königreich das Zollanmeldesystem CHIEF durch eine moderne und sicherere IT-Plattform ersetzt, die Customs Declaration Service (CDS). Alle britischen Deklaranten müssen jetzt handeln.

Die Umstellung findet in zwei Phasen statt:

  • Nach dem 30. September ist es für britische Deklaranten nicht länger möglich, über CHIEF Importdeklarationen abzuwickeln.
  • Nach dem 31. März 2023 stoppt auch die Abwicklung von Exportdeklarationen über CHIEF.

Unterstützung und eine Seite mit Anleitungsvideos stehen zur Verfügung, um den britischen Anmeldern bei der Registrierung und dem Betrieb des CDS zu helfen. Parteien, die nach dem 30. September (teilweise) nicht in der Lage sind, CDS zu nutzen oder einen Zollagenten zu beauftragen, können hier eine kurze Verlängerung für die Nutzung von CHIEF beantragen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre britischen Kontakte rechtzeitig auf das neue Anmeldesystem vorbereitet sind. Sonst kommt es bei Ihrer Ladung in UK möglicherweise zu Verzögerungen. Weitere Informationen finden Sie auf Customs Declaration Service.

Interview Smeets Ferry: „Fährtransport ist eine ganz andere Geschichte geworden“

„Die Arbeit hat sich völlig verändert, mit viel mehr Verwaltungsaufwand“, antwortet Geschäftsführer Lucien Stötefalk auf die Frage, was der Brexit für Smeets Ferry bedeutet. „Ohne die richtigen Vorbereitungen kommt man in den Niederlanden nicht mehr auf das Terminal und im Vereinigten Königreich kann man es nicht mehr verlassen. Fährtransport ist eine ganz andere Geschichte geworden“, Smeets Ferry hat für die ganzen Verwaltungsaufgaben zwei, drei zusätzliche Leute eingestellt. „So sorgen wir dafür, dass unsere Planer weiter gut ihre Planungsarbeit machen können.“ 

Geschwindigkeit ist im Fährverkehr essenziell. Durch den Brexit hat sich die Umlaufgeschwindigkeit in jedem Fall reduziert, stellt Stötefalk fest. Durch die Anschaffung von hundert zusätzlichen Trailern, teilweise auch aus Wachstumsgründen, wird dies durch Smeets Ferry aufgefangen. „Wir haben außerdem einmal kritisch analysiert, welche Ladung wir transportieren wollen und welche nicht. Sammelguttransporte haben wir vollständig eingestellt. Die Gefahr von Verzögerungen ist einfach zu groß.“

Gute Informationen essenziell

Smeets Ferry erledigt keine Zollangelegenheiten oder Voranmeldungen bei den Terminals über Portbase. Dies überlässt das Unternehmen den Kunden selbst. „Für uns ist es jedoch sehr wichtig, dass der Kunde die Informationen gut anliefert. Die Zollbehörde verlangt, dass die Ladung exakt beschrieben wird (Verpackung, Anzahl Kolli, Gewicht). Sonst bekommt man Probleme, insbesondere bei Importen in die Niederlande. Wenn die Angaben im Manifest und in der Einfuhrerklärung nicht übereinstimmen, entsteht ein Mismatch, das hinterher viel Recherchearbeit erfordert. Kurz nach dem Brexit war das ein Drama. Inzwischen ist die Zahl der Mismatches bei uns minimal.“

„Bei dem aktuellen Mangel an Fahrern können wir es uns nicht erlauben, dass ein LKW und Trailer unnötig stillsteht“, fährt Stötefalk fort. „Die Kunden wissen deshalb, dass wir den Trailer abkoppeln und die Kosten weitergeben, wenn sie die korrekten Unterlagen nicht rechtzeitig anliefern. Wenn wir nach einiger Zeit bei einem solchen Kunden keine Verbesserung feststellen, dann verabschieden wir uns von ihm. Zum Glück sind das absolute Ausnahmen.“

Automatisierung hilft

Wegen des Brexit hat Smeets Ferry auch den Automatisierungsgrad erhöht. „In unserem Planungssystem ist jetzt auch automatisch sichtbar, wenn alles für einen Trailer auf Grün steht und dieser auf das Terminal gebracht werden oder es verlassen darf. Vorher mussten wir uns für diese Informationen ständig in Portbase einloggen, bzw. auf der britischen Seite in Destin8. Das bedeutete für eine Person jeden Tag 5-6 Stunden Arbeit. Jetzt geschieht dies automatisch.

Schneller Transport über Rotterdam

Alle Transporte von Smeets Ferry ins Vereinigte Königreich laufen über den Hafen von Rotterdam. Stötefalk saß im Projektteam von Get Ready for Brexit, in dem sich alle Glieder der Logistikkette bei den Vorbereitungen auf den Brexit für einen weiterhin schnellen Transport über die niederländischen Häfen eingesetzt haben. „Ich denke, dass wir mit dieser Zusammenarbeit als BV Niederlande etwas Besonderes geschafft haben.“ Das bedeutet nicht, dass alles immer gut abläuft. „GVMS/GMR bereiten auf britischer Seite noch immer ab und zu Probleme, der Kunde gibt eine falsche oder unvollständige Nummer ein, es gibt eine Störung bei der Zollbehörde… In diesen Fällen muss immer gepuzzelt werden, um das Problem zu lösen. Auch dafür brauchen wir unsere zusätzlichen Mitarbeiter.“

Von aktuellen Problemen, wie auf der Strecke Dover – Calais, bleibt Smeets Ferry dank der Entscheidung für Rotterdam verschont. „Die große Herausforderung ist die Terminalkapazität. Die Trailer dürfen dort nicht unnötig stillstehen. Ansonsten gerät alles ins Stocken. Wir haben die Terminals nachdrücklich dazu ermuntert, die entstehenden Kosten weiterzugeben, sodass der Kunde in Bewegung kommen muss.“

Schwierige erste Monate

Rückblickend zieht Stötefalk das Fazit, dass die ersten Monate nach dem Brexit schwierig waren, sich die Situation inzwischen aber deutlich verbessert hat. „Das transportierte Volumen war in der Anfangszeit deutlich kleiner. Auch die Zollabfertigungen sorgten für Verzögerungen. Nach jahrelanger Vorbereitung war doch noch nicht jeder vorbereitet. Dank der von uns getroffenen Maßnahmen haben wir es bei Smeets Ferry schnell wieder in gute Bahnen gelenkt. Mit den hundert zusätzlichen Trailern kommen wir auf insgesamt 500, und wir möchten weiter wachsen.“

Interview Mammoet Ferry Transport: „Nischenmarkt, der spezielle Expertise erfordert“

„Wegen des Brexit sind wir dabei, unser Equipment zu vergrößern. In einem ersten Schritt haben wir von 400 auf 485 Trailer erhöht und wachsen jetzt weiter bis auf 600 Trailer“, erzählt Paul Kruisbergen von Mammoet Ferry Transport. Der Betriebsleiter nennt drei Gründe. „Zuerst einmal brauchen wir durch den Brexit für das gleiche Volumen mehr Trailer. Durch die ganzen zusätzlichen Formalitäten dauern die Transporte länger. Außerdem erwarten wir, beim Verkehr mit dem Vereinigten Königreich weiter wachsen zu können. Darüber hinaus haben wir Anfang 2022 den Direktverkehr von Rotterdam nach Irland aufgenommen.

Wasserbetteffekt hin zu unbegleitetem Transport

Für Mammoet Ferry Transport hatte der Brexit eine positive Folge. Auch Corona hat dabei geholfen. „Wir führen als Unternehmen nur unbegleitete Transporte durch. In der Coronazeit sahen wir einen deutlichen Wasserbetteffekt, bei dem Ladung von den Kanalrouten mit viel begleiteten Transporten zu den Häfen für unbegleiteten Transport verlagert wurde.“ Kruisbergen stellt außerdem fest, dass viele Transporteure, für die das Vereinigte Königreich nur ein Nebenschauplatz war, abgesprungen sind. „Das Vereinigte Königreich ist jetzt echt ein Nischenmarkt, der spezielle Expertise erfordert. Es ist nicht einfacher geworden, ihn zu bedienen. Nicht jeder Transporteur will sich dabei die Finger verbrennen. Das spielt uns in die Hände.“ Ein Selbstläufer ist das übrigens nicht. „Für die administrative Verarbeitung von Aufträgen, die Eingaben in die Zollsystem etc. haben wir in unserem Unternehmen neun zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.“

 Kenntnisse erweitern

Mammoet Ferry Transport gehört zum Logistikdienstleister NeeleVat. Mit einem Team von 30 Deklaranten kann das Unternehmen auch die gesamte Zollabfertigung für die Kunden übernehmen. Nach Meinung von Kruisbergen war die Erweiterung der Kenntnisse als Vorbereitung auf den Brexit die wichtigste Aufgabe. „Eigentlich war für jeden der Umgang mit Dokumenten neu. Das hat vor allem in den ersten Monaten nach dem Brexit zu einigen Problemen geführt. Alle Datenübermittlung findet bei uns elektronisch mit EDI-Berichten statt. Aber letztendlich muss jeder wissen, welche Informationen dafür benötigt werden. Die größte Herausforderung war, in kurzer Zeit den Wissenstand bei Kollegen, Kunden und Transporteuren zu vergrößern. Wir haben immer versucht, diesbezüglich in einfachen Worten zu kommunizieren. Wir wollen einen schwierigen Prozess für jeden so einfach wie möglich machen. Sowohl administrativ als auch beim Transport selbst.“

Schwaches Bild

Die Verschiebung der für den 1. Juli 2022 angekündigten nächsten Zollregelungen durch die britische Seite nennt Kruisbergen ein schwaches Bild. „Wir waren darauf vorbereitet, das Vereinigte Königreich offensichtlich nicht. Die Frage ist, wann sie wohl so weit sind. Wenn es immer wieder Verschiebungen gibt, wird es schwierig, der Logistikkette zu erklären, dass man vorbereitet sein muss. In neun von zehn Fällen passiert das deshalb erst im letzten Moment.“

Rotterdam als Vorbild

Mammoet Ferry Transport fährt von Rotterdam aus mit allen Fährgesellschaften: DFDS, StenaLine, CLdN und P&O. Kruisbergen begrüßt, wie der Hafen die notwendigen Brexit-Prozesse eingerichtet hat. „Vor allem die Entscheidung, über Portbase mit einem einzigen System den Informationsaustausch mit allen Reedereien zu organisieren, funktioniert sehr gut.“ Das Vereinigte Königreich könnte sich an der Rotterdamer Vorgehensweise ein Beispiel nehmen.“ Er fände es schön, wenn die Niederlande die digitalen Systeme noch weiter miteinander verknüpfen würden. „Sodass zum Beispiel die Daten aus einer Exporterklärung automatisch in der ENS (Entry Summary Declaration) zu verarbeiten sind und von dort aus von selbst wieder in eine Importanmeldung gelangen.“

Zeit und Aufmerksamkeit vermeiden Fehler

Auch Mammoet Ferry Transport hatte es nach dem Brexit im Verkehr aus dem Vereinigten Königreich mit Mismatches zu tun. Zurückblickend stellt Kruisbergen fest, dass die niederländische Zollbehörde hier in der Anfangszeit flexibel mit umgegangen ist. Inzwischen kann der Fährtransporteur Unstimmigkeiten zwischen dem Manifest und der Einfuhranmeldung größtenteils vermeiden. „Das ist vor allem unserem System und den EDI-Verbindungen zu verdanken. Vorweg haben wir den dafür benötigten Informationen viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet. Das wirkt sich für uns jetzt echt vorteilhaft aus.“

Aufschub weiterer britischer Zollvorschriften bis Ende 2023

www.getreadyforbrexit.eu – Das Vereinigte Königreich (UK) hat die für den 1. Juli 2022 und spätere Zeitpunkte angekündigte Einführung von Zollvorschriften verschoben. Insbesondere müssen sich die Unternehmen derzeit NICHT auf Folgendes vorbereiten:

  • Obligatorische Sicherheitserklärungen für alle Frachtgüter – ENS
  • Zertifizierung für die meisten veterinärmedizinischen und pflanzenschutzrechtlichen Güter
  • Kontrollen dieser veterinär- und pflanzenschutzrechtlichen Ladung an den Grenzkontrollstellen
  • Zertifizierung und Kontrollen für alle Milcherzeugnisse
  • Bescheinigung und Kontrollen für alle übrigen Veterinärgüter

Die britische Regierung hat angekündigt, dass sie im Herbst 2022 eine neue Regelung für Einfuhrkontrollen veröffentlichen will. Dies wird im Rahmen eines Zielbetriebsmodells geschehen. Die Einführung wird dann Ende 2023 beginnen.

Die offizielle Erklärung der britischen Regierung zur Verschiebung können Sie hier nachlesen. Eine Übersetzung dieser Informationen für die Wirtschaft ist auf rvo.nl zu finden.

Achtung! Alle bestehenden Zollvorschriften im Vereinigten Königreich bleiben in Kraft.

Interaktive Karte zeigt potenzielle UK-Grenzkontrollstellen

Get Ready for Brexit  – Ab dem 1. Juli 2022 wird das Vereinigte Königreich damit beginnen, Veterinärgüter zu kontrollieren, die aus der EU ins Land kommen. Dies wird in den dafür vorgesehenen Grenzkontrollstellen (BCP) geschehen. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, aber die konkrete Benennung der BCP muss noch erfolgen. Um Sie bei der Vorbereitung zu unterstützen, hat die Major Ports Group (MPG) eine interaktive Online-Karte mit den potenziellen Standorten von BCPs im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Diese Karte wird ständig aktualisiert und überarbeitet.

Interaktive Karte der britischen Grenzkontrollstellen anzeigen

Aus dem Inhalt der Karte können keine Rechte abgeleitet werden.

1. Juli auch für Exporte nach UK zusätzliche Sicherheitsdaten (ENS) verpflichtend

www.getreadyforbrexit.eu – Ab dem 1. Juli 2022 ist es verpflichtend, der britischen Zollbehörde für alle Waren, die von der Europäischen Union ins Vereinigte Königreich (UK) gehen, vorab Sicherheits- und Sicherungsinformationen zu übermitteln. Dies geschieht über eine sogenannte Entry Summary Declaration (ENS). Eine derartige ENS ist für die Importe aus UK in die EU bereits seit Beginn des Brexit vorgeschrieben.

Wer muss die ENS für Exporte nach UK einreichen?

Die britischen Behörden haben für das Einreichen der ENS für Ladung aus der EU nach UK die folgende Einteilung gemacht:

  • Bei unbegleitetem Transport ist der Fährbetreiber für die ENS verantwortlich
  • Bei begleitetem Transport ist das Transportunternehmen (oder jemand, der in dessen Namen handelt) für die ENS verantwortlich

Die Anforderungen, denen die ENS entsprechen muss, haben die britischen Behörden in einem Webinar mit dazugehörender Präsentation erklärt:

Lesen Sie die Präsentation Schauen Sie das Webinar an

Wie gehen die niederländischen Fährbetreiber damit um?

Fuhrunternehmen aufgepasst! In der Praxis bedeutet das für den Transport über die niederländischen Fährbetreiber:

  1. CLdN kümmert sich um die ENS für den begleiteten und unbegleiteten Verkehr. Zusätzliche Sicherheitsdaten können über das Buchungsportal angegeben werden. Die Umsetzung ist ab Mitte Mai fakultativ. Die obligatorische Übermittlung von zusätzlichen Sicherheitsdaten beginnt am 1. Juli.
  2. DFDS beantragt:
    1. Für den begleiteten und unbegleiteten Verkehr über Temporary Storage stellt DFDS die ENS zur Verfügung. Die Einführung wird am 1. Juli beginnen.
    2. Bei begleiteten und unbegleiteten Transporten über Pre-Lodgement ist der Fuhrunternehmen (oder eine in seinem Namen handelnde Person) für die ENS verantwortlich. Als Fuhrunternehmen müssen Sie ab dem 1. Juli zusätzliche Sicherheitsdaten in GVMS eingeben.
  3. P&O Ferries beantragt:
    1. Für den unbegleiteten Verkehr über Temporary Storage stellt P&O Ferries die ENS zur Verfügung. Zusätzliche Sicherheitsdaten können über das Buchungsportal angegeben werden. Informationen zur fakultativen Einführung werden folgen. Die obligatorische Übermittlung von zusätzlichen Sicherheitsdaten beginnt am 1. Juli.
    2. Bei begleiteten und unbegleiteten Transporten über Pre-Lodgement ist der Fuhrunternehmen (oder eine in seinem Namen handelnde Person) für die ENS verantwortlich. Als Fuhrunternehmen müssen Sie ab dem 1. Juli zusätzliche Sicherheitsdaten in GVMS eingeben.
  4. Stena Line beantragt:
    1. Für den unbegleiteten Verkehr über Temporary Storage stellt Stena Line die ENS zur Verfügung. Stena Line bittet Sie jetzt um die Angabe der erforderlichen zusätzlichen Sicherheitsdaten über das Buchungsportal.
    2. Bei begleiteten oder unbegleiteten Transporten über Pre-Lodgement ist der Fuhrunternehmen (oder jemand, der in seinem Namen handelt) für die ENS verantwortlich. Als Fuhrunternehmen müssen Sie dann ab dem 1. Juli zusätzliche Sicherheitsdaten in GVMS eingeben.

Zusammenfassung:

Fährbetreiber Unbegleitenes Verkehr über Temporary Storage Unbegleitenes Verkehr über
Prelodgement
Begleitenes Verkehr über Temporary Storage Begleitenes Verkehr über Prelodgement
1. CLdN ENS über Fährbetreiber

 

ENS über Fährbetreiber

 

ENS über Fährbetreiber ENS über Fährbetreiber
2. DFDS

 

ENS über Fährbetreiber Fuhrunternehmen (oder jemand, der in seinem Namen handelt) ENS über Fährbetreiber Fuhrunternehmen (oder jemand, der in seinem Namen handelt)
3. P&O Ferries

 

ENS über Fährbetreiber ENS über Fährbetreiber Nicht zuständig Fuhrunternehmen (oder jemand, der in seinem Namen handelt)
4. Stena Line

 

ENS über Fährbetreiber Fuhrunternehmen (oder jemand, der in seinem Namen handelt) ENS über Fährbetreiber

 

Fuhrunternehmen (oder jemand, der in seinem Namen handelt)

Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Fährbetreiber.

Wichtig für Fuhrunternehmer! Pre-Lodgement-Modell erfordert Meldung im GVMS vor der Abfahrt

www.getreadyforbrexit.eu – Für Ladung, die Sie nach dem Pre-Lodgement-Modell nach UK transportieren, müssen Sie als Fuhrunternehmer immer vor der Fahrt zum niederländischen Fährterminal aktiv werden. Folgendes müssen Sie machen:

  • Im britischen Goods Vehicle Movement Service (GVMS) verknüpfen Sie die in UK gemachte Anmeldung mit Ihrem Trailer. Dazu nutzen Sie die vom britischen Importeur oder seinem Vertreter an Sie weitergeleitete(n) MRN(s).
  • Die Goods Movement Reference (GMR), die vom GVMS daraufhin generiert wird, geben Sie bei Ihrer Fährbuchung an. Nur wenn das Fährterminal bei Ankunft Ihres Trailers über die GMR verfügt, kann Ihre Ladung ohne Aufenthalt weiterreisen.

Hier erfahren Sie, wie Sie für jede Sendung eine GMR erhalten.

Einmalige Registrierung im GVMS
Um bei Pre-Lodgement-Sendung den GVMS nutzen zu können, registrieren Sie sich einmalig als Fuhrunternehmer bei den britischen Behörden.

Praktische Hilfe für korrekte Nutzung des GVMS
Die britischen Behörden bieten mehrere praktische Informationen, die Ihnen bei der Nutzung des GVMS helfen.

Inspektion im Vereinigten Königreich ja oder nein
Vor Ihrer Ankunft im Vereinigten Königreich können Sie auf dieser praktischen Website der britischen Regierung ganz einfach prüfen, ob Ihre Fracht dort für eine Kontrolle in Frage kommt. Sie müssen lediglich die GMR Ihrer Fracht angeben. Ein Klick und Sie wissen, wo Sie stehen. Falls tatsächlich eine Überprüfung erforderlich ist, hilft Ihnen die Website, die in dreizehn Sprachen verfügbar ist, weiter.

Auch die britischen Behörden helfen Ihnen!

www.getreadyforbrexit.eu – Ebenso wie die niederländischen bemühen sich auch die britischen Behörden, Sie optimal über alle neuen Anforderungen zu informieren, die für Transporte aus und nach UK gelten.

Website keep business moving
Sehr viele aktuelle Informationen über die jetzigen und kommenden Regelungen für Einfuhr und Ausfuhr im Vereinigten Königreich finden Sie auch auf der Website der britischen Behörden Keep business moving (englisch).

24/7 Gov.UK-Hotline für dringende Probleme beim Grenzübertritt 
Steckt Ihre Ladung an der Grenze fest? Bei dringenden Fragen können Sie 24/7 die Hotline der britischen Zollbehörde (HMRC) anrufen: +44 300 322 9434, Option 1

Für alle sonstigen Fragen über Import in UK – darunter die Registrierung im Goods Vehicle Movement Service (GVMS) oder den Erhalt einer Goods Movement Reference (GMR) – ist die Helpline-Nummer +44 300 322 9434 von Montag bis Freitag von 8:00 bis 22:00 Uhr und am Wochenende von 8:00 bis 16:00 Uhr erreichbar.

Handbuch Fuhrunternehmen
Mit einem Handbuch für Fuhrunternehmen (englisch) bieten die britischen Behörden Transportunternehmen ein umfassendes Nachschlagewerk mit den Regeln für alle Arten des RoRo-Transports (begleitet und unbegleitet) zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich.

Weitere Möglichkeiten bei Fragen
Bei den britischen Behörden (Gov.uk) können Sie auf unterschiedliche Arten Fragen stellen. Hier finden Sie eine Übersicht.

Fuhrunternehmen aufgepasst! Temporary Storage und Pre-Lodgement stellen neue Anforderungen an die Einfuhr nach UK

www.getreadyforbrexit.eu – Seit dem 1. Januar handhaben die britischen Behörden zwei verschiedene Modelle für den Zugang von Ladung nach UK: Temporary Storage und Pre-Lodgement.

Temporary storage
Ladung, die nach UK eingeführt wird, kann bis zu 90 Tage an der Grenze auf einem befristeten Lagerplatz (meistens das Terminal) gelagert werden. Für den Fuhrunternehmer ändert sich auf der niederländischen Seite nichts am Buchungsprozess oder Terminalbesuch. Nach der Anmeldung durch den Importeur oder dessen Vertreter bei der britischen Zollbehörde reisen die Waren zu ihrem Zielort.

Pre-lodgement
Der britische Importeur oder sein Vertreter reicht die Einfuhrerklärung bereits ein, bevor die Fähre in den Niederlanden ausläuft. Fuhrunternehmer auf der niederländischen Seite aufgepasst! Bevor der Fahrer zum Fährterminal fährt, müssen Sie erst im britischen Goods Vehicle Management Service (GMVS) die in UK gemachte(n) Erklärung(en) mit Ihrem Trailer verknüpfen. Wie dies funktioniert, lesen Sie hier. Bei Ankunft in UK kann die Ladung anschließend normalerweise direkt weiterreisen oder der Fahrer wird zur Kontrolle an eine Inland Border Facility (IBF) verwiesen.

Wann gilt Temporary Storage, wann Pre-Lodgement?
Die Häfen, die von den niederländischen Fährbetreibern angelaufen werden, erlauben beide Zugangsmodelle. Schauen Sie in diesem Schema für alle Fährbetreiber, wann für Ihre Ladung Temporary Storage gilt und wann Pre-Lodgement.

Erkundigen Sie sich als Fuhrunternehmer bei jeder Sendung genau, welches Modell der britische Importeur (oder sein Vertreter) wählt: Temporary Storage oder Pre-Lodgement. So können Sie unnötige Verzögerungen auf dem niederländischen Fährterminal und an der britischen Grenze vermeiden.

Achtung! Wird das falsche Modell gewählt, kann es nach der Ankunft auf dem niederländischen Fährterminal häufig nicht mehr korrigiert werden. Die Sendung fällt dann automatisch unter das Temporary-Storage-Modell.

Jetzt auf das ab dem 1. Juli verpflichtende Gesundheits- und Phytosanitärzertifikat vorbereiten

www.getreadyforbrexit.eu – Ab dem 1. Juli 2022 verlangen die britischen Behörden für die Mehrzahl der Veterinär- und Phytosanitärladung, die ins Vereinigte Königreich kommt, ein Gesundheitszertifikat (tierische Erzeugnisse) oder ein Phytosanitärzertifikat (pflanzliche Erzeugnisse). Außerdem werden ab dann diese Waren an der britischen Grenze kontrolliert. Die Einführung findet in 3 Schritten statt.

  1. 1. Juli 2022 : Zertifizierung und Prüfung der meisten Veterinär- und Phytosanitärladung
    Dies betrifft:

    • alle sonstigen regulierten tierischen Nebenerzeugnisse
    • alle regulierten Pflanzen und pflanzlichen Produkten (inkl.
      Zierpflanzen)
    • Fleisch und Fleischprodukte
    • Biologische Produkte
  2. 1. September 2022: Zertifizierung und Prüfung aller Molkereiprodukte
  3. 1. November 2022: Zertifizierung und Prüfung aller sonstigen Ladung mit tierischen Erzeugnissen

Zertifizierung geschieht in den Niederlanden durch die NVWA und die verschiedenen Prüfdienste. Wegen der großen Ladungsströme nach UK wurde dafür in Absprache mit den Unternehmen ein Vorgehen entwickelt, das die Logistik möglichst wenig behindert. Dies setzt jedoch voraus, dass sich die jeweiligen Unternehmen gut vorbereiten. Jetzt ist der Zeitpunkt, diesbezüglich aktiv zu werden. Die NVWA geht davon aus, dass alle, die erst nach dem 1. April mit den Vorbereitungen beginnen, es nicht mehr rechtzeitig bis zum 1. Juli schaffen werden.

Wie läuft die Zertifizierung ab?
Für den reibungslosen Erhalt der Exportzertifikate legen die Behörden viele Aktionen und Verantwortung in die Hände der Unternehmen. Jedes Unternehmen muss dazu einem umfangreichen Protokoll entsprechen. Vor dem 1. Juli muss dieses Protokoll mit der NVWA bzw. dem jeweiligen Prüfdienst abgestimmt und festgelegt werden. Für Phytosanitärladung müssen die Mitarbeiter bei den Unternehmen außerdem eine Schulung durchlaufen.

Strikt nach Protokoll arbeiten
Jedes Unternehmen muss zum 1. Juli darauf vorbereitet sein, gemäß dem vereinbarten Protokoll zu arbeiten. Wer nicht vorbereitet ist, muss sich hintenanstellen. Es ist essenziell, dass die Unternehmen sich strikt an die Protokolle halten. Da sie für die Ausstellung von Exportzertifikaten verantwortlich sind, können die Behörden andernfalls zusätzliche Anforderungen stellen, die zwar einen ordnungsgemäßen Betrieb gewährleisten, aber eine reibungslose Abwicklung behindern.

Meer weten
Viele Details über die zukünftige Funktion von Gesundheits- und Phytosanitärzertifikaten, Grenzkontrollen usw. werden noch zwischen der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden verhandelt. Aktuelle Informationen finden Sie jederzeit auf der website van de NVWA.