Häufig gestellte Fragen Get Ready for Brexit

Unsere häufig gestellten Fragen behandeln die niederländische Hafenlösung für den Brexit und die Folgen des Brexit für Ihre Transporte. Die Folgen in anderen (Teil-)Bereichen sind ebenso gravierend. Lesen Sie deshalb auch die FAQ-Seiten unserer Initiatoren unten auf dieser Seite.

Wenn jeder in der Kette sich verantwortlich fühlt, wird die Abfertigung zu und von den Häfen effizienter. Dies trägt zur Zuverlässigkeit bei. Wir sehen das bereits im Deepsea-Containertransport, in dem die gleiche Lösung bereits seit Jahren für einen hervorragend laufenden Logistikprozess sorgt.

Niemand ist am 29. März komplett auf die Folgen des Brexit vorbereitet. Da man nicht weiß, ob es einen endgültigen Deal geben wird, ist es schwierig, eine definitive Lösung zu 100% fertig zu haben. Mit dieser Kooperation möchten die betroffenen Parteien auf jeden Fall dafür sorgen, dass im ungünstigsten Szenario die Fährkette weiterhin funktioniert und keine Aufenthalte an der Grenze entstehen.

Vertreter von Portbase, TLN, evofenedex und den Fährgesellschaften sind mit Großbritannien im Gespräch, um eine Lösung auf britischer Seite zu finden.

Durch den Brexit entsteht ein kettenabhängiger Prozess. Wir werden die Kette miteinander verknüpfen. Alle Meldungen werden vor der Sendung verschickt, sodass die jeweilige Instanz bereits vor Ankunft des Schiffs/Containers über die korrekten Angaben verfügt. Dies spart sehr viel Zeit bei der Abfertigung und beschleunigt den Durchstrom von und zu den Häfen.

Wir arbeiten in den kommenden Monaten an der Umsetzung der Grundsätze: alle Informationen vor der Sendung raus, 1 zentraler Zugang (Portbase), 100% digital und ein automatisierter Prozess, Wiederverwendung von Angaben für verschiedene Meldungen und Daten. Dies alles muss für einen maximalen Durchstrom in den niederländischen Häfen sorgen.

Die ersten Sondierungsgespräche haben im September begonnen.

Zehntausende Unternehmen, die zurzeit Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich machen, aber ansonsten noch nicht über die EU hinaus importieren oder exportieren, müssen zum ersten Mal Zollanmeldungen erstellen oder von einem Zollagenten erstellen lassen. Zollformalitäten sorgen für gegenseitige Abhängigkeit im Logistikprozess, wodurch Schnelligkeit und Effizienz beeinträchtigt werden. Fährgesellschaften, aber auch die Verlade- und Logistikunternehmen müssen Verpflichtungen erfüllen, die sie momentan noch nicht haben und operieren in einer Logistikkette, die nicht darauf ausgerichtet ist. Diese beiden Aspekte sorgen dafür, dass der Brexit enorme Auswirkungen auf den Hafen und den Logistikprozess beim Transport über die Fähren haben wird.

Die Kooperation beinhaltet eine Arbeitsgruppe, in der Vertreter der Fährgesellschaften, der Zollbehörde, von FENEX, evofenedex, TLN und Portbase untersuchen, welche Schritte gesetzt werden müssen, um den Fährtransport auch nach dem 29. März 2019 reibungslos verlaufen zu lassen. Achtung: Die Problematik, mit der sich die Arbeitsgruppe befasst, ist auf die Zollformalitäten an der Grenze beschränkt!

Angestrebt wird, am 29. März eine minimal notwendige Basisdienstleistung zu haben, mit einem „minimum viable product“. Dies beinhaltet, dass die vorgeschriebenen Zollangaben gemacht werden können, sodass es keine Aufenthalte an der Grenze durch das Fehlen eines gut eingestellten Prozesses gibt.

Die Arbeitsgruppe prüft zurzeit, ob der vorhandene automatisierte Prozess für den Deepsea-Containertransport auch für den Fährverkehr angewendet werden kann. Die Prozesse unterscheiden sich an bestimmten Punkten. Wir prüfen z.B. die Folgen für die Kette, welche Schwachstellen wir sehen und wer welche Schwachstelle aufgreift. Wir treffen Vereinbarungen über Änderungen (z.B. wer macht welche Meldung zu welchem Zeitpunkt) in der Kette, und bei Unklarheiten im Prozess beseitigen wir diese gemeinsam. Die Kooperation muss zu einem automatisierten (IT-)Prozess und einem System von Vereinbarungen für den Fährverkehr führen.

Dann tritt ein Übergangszeitraum von 2 Jahren in Kraft. Dies beinhaltet, dass GB am 29. März 2019 formell aus der EU austritt, in der Praxis jedoch noch Mitglied ist. Sie leisten weiterhin Zahlungen an die EU und müssen sich an alle bestehenden und neuen europäischen Gesetze halten, ohne jedoch Mitspracherecht zu haben. Aus Sicht der Brexit-Befürworter wird GB dadurch ein Vasallenstaat der EU. Für unseren Prozess würde es bedeuten, dass wir mehr Zeit bekommen; die Änderungen im Prozess der Fährkette müssen jedoch durchgeführt werden, wenn GB zu einem Drittstaat wird (= Zollverpflichtungen). Schnelle Klarheit ist für alle sehr wichtig.

GB kann mit der EU ein neues Handelsabkommen schließen, in Form einer Zollunion. Dies ist ein Abkommen, in dem Vereinbarungen über u.a. gemeinsame Zolltarife für Waren aus Drittstaaten getroffen werden. Ein derartiges Abkommen hat die EU z.B. auch mit der Türkei. Dies ist eine andere Zollunion als die Zollunion der EU; in der kann GB kein Mitglied bleiben (denn genau aus der möchte man jetzt austreten). In einer Zollunion können Vereinbarungen über gegenseitige Einfuhrrechte (z.B. keine) und über Produktstandards getroffen werden. Eine Zollunion bedeutet jedoch, dass es Zollformalitäten gibt. Die Folge einer Zollunion mit der EU wäre, dass GB beim selbstständigen Abschließen von anderen Handelsverträgen eingeschränkt wäre.

Es geht um Meldungen an die Zollbehörde, wie z.B. Importmanifeste, Angaben über die Ladung, die Import- und Exportdokumente, die Ankunftszeit des Schiffs, aber z.B. auch Meldungen an Hinterlandtransporteure über den Status der Ladung/Sendung.

Jeder in der Kette hat seine Verantwortung. Die Schwachstelle der Kette sind die Fähren, da dort alles zusammenkommt. Doch auch wenn die Fährbetreiber ihre Prozesse gut eingerichtet haben, ist es wichtig, dass die anderen Kettenparteien dies auch machen. Importeure, Exporteure und Fuhrunternehmer: Jeder muss seinen Teil beitragen und sich für seinen Teil der Kette verantwortlich fühlen. Wenn ein Fuhrunternehmer z.B. keine Informationen von seinem Kunden bekommt, kann er nicht weiterfahren und bleibt an der Grenze stehen. Branchenorganisationen sind ihrerseits wiederum wichtig, um ihre Leute gut in dem Prozess mitzunehmen. So hat jeder seine Rolle, und genau das macht die Kooperation so stark.

Ja, Portbase arbeitet an einer Lösung für Stena Line (Hoek van Holland), CldN (Rotterdam und Vlissingen), DFDS (Vlaardingen und IJmuiden) und P&O Ferries (Europoort).

Der Deepsea-Containertransport nutzt bereits seit Jahren einen automatisierten Prozess über Portbase. Beispiele sind Meldungen an den Hafenmeister, an die Zollbehörde, die NVWA, an Terminals und Transporteure. Alle diese Meldungen werden vor der Sendung verschickt, sodass die jeweilige Instanz bereits vor Ankunft des Schiffs/Containers über die korrekten Angaben verfügt. Dies spart sehr viel Zeit bei der Abfertigung und beschleunigt den Durchstrom von und zu den Häfen. Der automatisierte Prozess sorgt auch dafür, dass die Daten wiederverwendet werden können. So müssen die Daten nur einmal auf der Plattform von Portbase eingegeben werden und der automatisierte Prozess sorgt dafür, dass diese Angaben zu den richtigen Parteien gelangen.

Wir verfolgen bei der Kommunikation eine ganzheitliche Strategie, wobei eine (inter)nationale Kampagne dafür sorgt, dass die betroffenen Unternehmen und Organisationen informiert werden. Dies stellt zugleich eine der größten Herausforderungen dar, da diese Unternehmen und Organisationen über einen großen Teil Europas verstreut sind. Diese Kampagnenwebsite spielt dabei eine zentrale Rolle. Je nach Zielgruppe kann nachgeschaut werden, welche Schritte zur Vorbereitung auf den 29. März unternommen werden müssen.

Die Zollbehörde führt risikobezogene Kontrollen durch. Sie überprüft dabei, ob die Formalitäten eingehalten wurden (z.B. gibt es eine Ausfuhranmeldung, ansonsten darf die Sendung nicht weg).

Die Lösung wird also nicht zu weniger Kontrollen führen. Grundsätzlich führt die niederländische Zollbehörde intelligente Kontrollen mit minimalem Eingriff in die Logistikkette durch, wobei sie davon ausgehen, dass alle Formalitäten erfüllt sind. Dies wird durch den automatisierten Prozess ermöglicht.

Zusammen mit den Unternehmen und der Zollbehörde hat Portbase die gesamte ein- und ausgehende Kette des Containertransportes automatisiert. Dieser Prozess läuft bereits seit Jahren zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten.

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