Missverhältnisse verhindern

Der niederländische Zoll lehnt falsch ausgefüllte Einfuhranmeldungen ab. Dies ist ein Missverhältnis. Ab dem 4. Oktober 2021 darf die Fracht das Terminal nicht mehr verlassen. In der Praxis geht das oft schief. Derzeit werden jeden Monat mehr als 50.000 Fehler in den detaillierten Zollerklärungen gemacht. Auf dieser Seite können Sie die häufigsten Ursachen und Lösungen nachlesen.

Die Risiken

Doch welche Risiken bestehen für Sie als Einreicher?

Risiko 1

Längere Stillstandszeiten, Staus/zusätzliche Kosten für die Sammlung

Aufgrund der Einführung der Container Release Message  Plattform 1 darf die Fracht (AGS) den niederländischen Terminal nicht verlassen, wenn:

  1. Die B/L-Nummer in der weiteren Anmeldung stimmt nicht mit der B/L-Nummer in der ATO überein
  2. Das Bruttogewicht in der weiteren Anmeldung ist höher als das Bruttogewicht in der ATO
  3. Eine weitere Erklärung wird vor der Ankunft des Schiffes abgegeben

Risiko 2

Unnötige Forschungsarbeit

Die Berichtigung von Missverhältnissen erfordert eingehende Nachforschungen aufgrund von Zollfragen und unnötige Beitreibungsarbeiten (für alle Glieder der Logistikkette).

Risiko 3

Finanzielle Folgen

Bei unzureichenden Beweisen laufen Sie als Antragsteller Gefahr, erhebliche Geldstrafen und zusätzliche Steuern zu zahlen.

Missverhältnisse verhindern!

Die zwei häufigsten Ursachen und Lösungen

Ursache 1

Viele Probleme mit Box 40

So füllen Sie Box 40 aus

Als Anmelder (Zollagent/Einführer) machen Sie dies in zwei Schritten korrekt:

Schritt 1
Zunächst geben Sie in Feld 40 den Code des vorherigen Verfahrens ein. Dies ist immer X-705.

Schritt 2
Für den Fährverkehr:
Nach X-705 ist die Sendungsnummer anzugeben. Diese Nummer wird von der Fährgesellschaft für die Beförderung Ihrer Fracht vergeben. Das Transportunternehmen, das die Überfahrt bucht, muss Ihnen diese Sendungsnummer mitteilen.

Bei Containertransport: Hinter X-705 geben Sie die Nummer des Bill of Lading (B/L) an. Diese B/L-Nummer erhalten Sie direkt von der Reederei/dem Schiffsmakler oder von der Person, die die Buchung vorgenommen hat.

Etwas anderes in Feld 40 einzutragen ist unwiderruflich falsch. Dies führt zu einer Fehlanpassung und damit zu einer Verzögerung!

Erkennen einer korrekten Sendungsnummer oder B/L-Nummer

Für den Fährverkehr: Eine Sendungsnummer besteht aus 16 oder 17 Zeichen (je nach Fährbetreiber). Die ersten 4 Buchstaben bezeichnen die Fährgesellschaft. Die nächsten 12 oder 13 Zeichen sind die Buchungsnummer, die immer mit 001, 002 oder einer höheren fortlaufenden Nummer endet. So geben Sie zum Beispiel in Feld 40 ein: X-705 PONFHU12345678001

Für den Containertransport: Eine B/L-Nummer hat maximal 17 Zeichen, von denen in der Regel die ersten vier Buchstaben für den SCAC-Code der Reederei/des Schiffsmaklers stehen. So geben Sie zum Beispiel in Feld 40 ein: X-705 ABCD0510098765431 ( X-705: der Code der vorherigen Vereinbarung).

Wenn Sie in Ihren ergänzenden Anmeldungen von nun an besonders aufmerksam sind, können Sie sicherstellen, dass Ihre Ladung nach dem 1. Oktober immer schnell weiterbefördert werden kann. Der Zoll bietet Ihnen diese Ausfüllanleitung (holländisch) als Unterstützung für die korrekte Abgabe weiterer Anmeldungen an. Darüber hinaus ist ein separates Informationsblatt erhältlich, das Sie Schritt für Schritt durch die Zollkette führt. Bitte konsultieren Sie diese Hilfsmittel sorgfältig. Auf diese Weise können Sie unnötige Fehler vermeiden.

Ursache 2

Geben Sie das Nettogewicht statt des Bruttogewichts ein

Für den Fährverkehr

Im Fährverkehr kommt es regelmäßig vor, dass die Reederei, die die Überfahrt bucht, Ihnen das Gewicht angibt, das in der britischen Ausfuhranmeldung angegeben ist. Das ist FALSCH. Die britische Ausfuhranmeldung basiert auf dem Nettogewicht. Der niederländische Zoll fragt jedoch in der Einfuhranmeldung nach dem Bruttogewicht.